Die Gemeinde liegt direkt an der A45 Ausfahrt Altenstadt, unsere Kirche befindet sich in der Dorfmitte umgeben von dem Friedhof. Erbaut wurde die Kirche 1751, in ihr befindet sich die älteste noch spielbare Orgel Hessens aus dem Jahre 1621. Auf ihr werden auch Orgelkonzerte gegeben.
Das Pfarrhaus und das Gemeindehaus befinden sich auf dem angrenzenden Pfarrgelände. Das Gemeindehaus kann für verschiedene Anlässe gemietet werden. Das Pfarrhaus ist ebenfalls vermietet.
Besondere Gottesdienste finden zu Weihnachten, Ostern und zum Erntedankfest statt. Des Weiteren veranstalten wir einmal im Sommer einen Gottesdienst im Freien, dieser findet entweder in Enzheim, Heegheim, Lindheim oder Rodenbach statt. In Rodenbach feiern wir den Gottesdienst im Pfarrgarten.
Kirche Rodenbach
Die im Jahre 1751 - 1756 erbaute Kirche steht an der Stelle einer älteren und wie aus Bauakten zu entnehmen, größeren Kirche, diese musste wegen Baufälligkeiten abgerissen werden. Der Vorgängerbau wurde in einer Urkunde aus dem Jahre 1302 zum ersten Mal erwähnt. Sie war wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gebaut worden. Aus der Form der heute noch erhaltenen mittelalterlichen Altarplatte, die ehemals der Heiligen Katharina geweiht war und deren (leeres) Reliquiengrab nocht enthält, ist die alte Datierung zu erkennen.
Zum Neubau von 1751 wurde nicht nur die alte Altarplatte, sondern auch das Material der alten Bruchsteinmauer wieder verwendet. Eine Fuldaer Urkunde wurde im Jahr 930 “in monasterio Rotunbah” ausgestellt. Von diesem Kloster Rodenbach ist kaum etwas bekannt. Zu Ende des 13. Jahrhunderts hat es wohl nicht mehr gestanden, denn 1282 schenkten Ruprecht von Buches und seine Gemahlin Lukardis das Patronatsrecht zu Rodenbach an das Kloster Engelthal.
Rodenbach kann sich rühmen, die älteste bespielbare Orgel der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zu besitzen. Lange Zeit war sie vergessen, denn sie wurde in keinem Handbuch der Kunstdenkmäler erwähnt. Erst Pfarrer Scheuermann aus Hirzenhain hat ca. 1965 das Alter und die Bedeutung dieser Orgel erkannt, er war Orgelliebhaber und hat bei den maßgeblichen Stellen auf dieses Werk aufmerksam gemacht. Dr. Balz unterstützte und beriet die Orgelwerkstatt von Beckerath in Hamburg. In dem Verzeichnis des neuen “Handbuch deer Deutschen Kunstdenkmäler” ist zu lesen: "Orgel, Unterteil mit Spieltisch 1621, Oberbau mit Pfeifenprospekt 2. Hälfte 18. Jh. Der Anschluss des Oberteils an das Unterteil ist offensichtlich unorganisch, stilistisch gehört das Unterteil in die Zeit um 1600 oder wenig später. Die erwähnte Unklarheit beim Anschluss beider Teile weist das Gesims mit der Jahreszahl zum Oberteil.
Im Moment befindet sich unsere Kirche in der Renovierungsphase, die Holzkonstruktion von Dachwerk und des Turms waren stark beschädigt und mussten ausgetauscht werden, für die Sanierung der Decke musste der Turm erst auf der einen Kirchenschiffseite gehoben werden, dann auf der anderen Seite die gleiche Vorgehensweise, das braucht alles seine Zeit, in der 2. Jahreshälfte 2017 hat uns Architekt Joachim Sykalla eine Fertigstellung zugesagt.
(Quelle: Kirchenprotokoll / Fotos: A. Schäfer)