N. Schwarz © GemeindebriefDruckerei.de

Evangelische Gesamtkirchengemeinde Limeshain

Renate Schubert

Pfarrerin

Thomas Zinn

Vorsitzender des Kirchenvorstandes

Laura Zinn

Organistin Hainchen

Christoph Brückner

Organist Rommelhausen - c/o FTKB FrankfurterTonKünstlerBund

Bianca Legier

Küsterin Hainchen

Sigrid Wacker

Küsterin Rommelhausen

Claudia Nieß

Vermietung Gemeindehaus Rommelhausen

Gruppen

Die nächsten Termine für unsere gemeinsamen Treffen im Ev. Gemeindehaus in Rommelhausen sind

15. April 2026 / 01. Juli 2026 / 02. September 2026 jeweils ab 14:30 Uhr

Das müsst ihr erlebt haben
“Versucht die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.”
Lord Robert Baden-Powell 

Unsere Meutenstunde / SippenStunde findet immer mittwochs statt von 17.30 - 19.00 Uhr
für Wölflinge ab 8 Jahren und Jungpfadfinder ab 11 Jahren. In den Schulferien treffen wir uns nicht!

Wenn ihr Lust habt mal dazuzukommen, meldet euch bei mir.

Marco Lingen
Pfadfinder.Limeshain@t-online.de

Die Kinder und das Team für den KiGo treffen sich im Ev. Gemeindehaus in Rommelhausen, Hauptstr. 5a. 

An einem Freitag im Monat von 15:00 - 16:00 Uhr gibt es dort eine kleine Feier mit Singen, Basteln und viel Spaß.

Falls noch jemand Lust hat, in die Vorbereitungsgruppe zu kommen, freuen wir uns. Am besten einfach bei Pfarrerin Schubert nachfragen.

Wir freuen uns, dass Jugendliche sich dazu entscheiden, den Konfirmationsunterricht zu besuchen. Ein Jahr lang nehmen sie an Gottesdiensten teil und gehören zu unserem Gemeindeleben. Bisher ist es uns auch gelungen, in jedem Jahr eine Fahrt mit Konfirmationsseminar zu machen. Das ist nur möglich, weil außer der Pfarrerin auch andere Mitarbeitende bereit sind dabei zu sein - ehrenamtlich.
Die Konfirmationen selbst sind für unsere Kirchengemeinden ein wichtiges Fest. Die Kirchenvorstände bereiten die Gottesdienste mit Liebe und viel Engagement vor.

"LimesChor Taktvoll" - so hat sich unser neuer Chor genannt, der sich seit dem 5. Mai 2025 regelmäßig montags von 19.30 - 21 Uhr in der Kirche in Hainchen zum Proben trifft (Nicht in den hessischen Schulferien!). 

Wir sind froh und stolz, dass unser Plan geklappt hat, wieder Menschen in der Gemeinde zu haben, die sich regelmäßig zum Singen treffen. Mit viel Spaß und guter Stimmung kommt die Gruppe zusammen.
Oliver Pleyer leitet den Chor und ist auch Ansprechpartner für alle, die Fragen dazu haben oder gerne zur Probe kommen wollen.
Bald schon wollen wir Termine ausmachen, wann der Chor im Gottesdienst mitwirkt.

Ansprechpartnerin ist Ilse Niebling


Hainchen

Direkt an der Durchgangsstraße, mitten im Dorf, liegt unsere Kirche, in der seit über 250 Jahren Gottesdienst gefeiert wird. 2015 war das Viertel Jahrtausend voll - es wurde zum ersten Mal ein Kirchenjubiläum gefeiert.

Schon vor dem jetzigen Bau stand in Hainchen eine Pfarrkirche. Diese war in der Mitte des 18. Jahrhunderts aber so baufällig, dass die Gottesdienste in ein Privathaus verlegt werden mussten. Im Jahr 1761 brach man die Kirche ab und legte den Grundstein für die neue, reformierte Kirche. Um die Baukosten zu decken, wurde Geld geliehen, das Material der Vorgängerkirche verkauft und eine landesweite Kollekte erhoben. Nachdem der Grundstein gelegt war, dauerte es noch fünf Jahre bis der Bau eingeweiht werden konnte.

1765 wurde die Kirche fertig gestellt, die wir bis heute nutzen: ein Saalbau mit dreiseitigem Schluss. (Die Form ist in unserer Gegend seit etwa 1700 typisch.) Die Kirche hat an der Giebelseite einen zweistöckigen Haubendachreiter. Als wohl ältestes Element ist in der Ostwand eine Säule mit einem Wappen von 1616 eingemauert. Der Taufstein wurde erst 1982 ergänzt, vermutlich gab es vorher überwiegend Haustaufen.

Sehr interessant finde ich, dass es auch vor der "Kapelle" (wie viele Hainchener das 1902 erbaute Gebäude der evangelisch freikirchlichen Baptistengemeinde nennen) bereits 2 Kirchen im Ort gab: Von 1711 - in dem Jahr wurde eine lutherische Holzkirche gebaut - bis zur Vereinigung der lutherischen und reformierten Kirche im Jahr 1819. Die lutherische Kirche wurde 16 Jahre später zum Abbruch verkauft - das Holz wurde weiterverwendet.

Besonders erwähnenswert ist auch die Hainchener Orgel, quasi eine Secondhand-Orgel: Bernhard Dreymann aus Mainz baute sie 1834 für die katholische Kirche von Eltville. 36 Jahre später reparierte Jacob Köhler das große Musikinstrument und stellte es in der Kirche in Hainchen auf. Durch eine große Spendenaktion war es möglich, 2006 das fehlende Trompetenregister in der Hainchener Orgel wieder einzubauen.
Auch in Hainchen mussten die Glocken während der Kriege abgegeben werden. Nur die kleine Glocke durfte bleiben. Erst 1954 wurde wieder eine zweite Glocke erworben und 1962 wurde das Geläut der Kirche sogar dreistimmig: durch eine Glocke, die aufwändig von außen in den Glockenstuhl verbracht werden musste.

Ein Krippenhaus wurde 2006 von dem Hainchener Robert Margraf gebaut und der Kirchengemeinde gespendet. In der Weihnachtszeit wird es mit großen, geschnitzten Krippenfiguren bestückt, die nach und nach in der Schnitzerei in Wien bestellt wurden. Fast alle wurden gespendet oder aus Erlösen finanziert. 

Unverwechselbar sind zwei Gottesdienste, die seit vielen Jahren in der Gemeinde gestaltet werden:

Der Osterfrühgottesdienst - dafür wird die gesamte Kirche umgeräumt, so dass im Anschluss an den meditativen Teil dort gemeinsam gefrühstückt werden kann. 
Und dann die Sternandacht am ersten Advent - in deren Rahmen ein aus 600 Teelichtern auf dem Boden gelegter Stern die Kirche festlich erleuchtet. Beide Ereignisse sind nur durch sehr viele, ehrenamtliche Mitarbeitende möglich, die sich verlässlich engagieren.

(Text: Pfarrerin R. Schubert) 

Rommelhausen

Die hübsche Kirche ist vermutlich eine der kleinsten im Altdekanat Büdingen. Weil sie die Häuser nicht überragt liegt sie etwas versteckt an der Hauptstraße in 63694 Limeshain - Rommelhausen. Da dieser Ortsteil am meisten gewachsen ist, entspricht die Größe der Kirche in keiner Weise mehr der Anzahl von Evangelischen. Allerdings ist dies nur an Festtagen ein Problem. Im Laufe der Zeit wurde die Evangelische Kirchengemeinde Rommelhausen von verschiedenen Pfarrern und Pfarrerinnen mitversehen. Vielleicht liegt es an dieser Situation, dass im Archiv in Rommelhausen nur wenig Material vorhanden ist, das über die Kirche informiert.

Über dem Eingangsportal findet sich die Inschrift: "Erbaut 1724 Renov. 1814 • 1983".

In einer Beschreibung heißt es: 
"Rommelhausen besaß zur Zeit der Einführung der Reformation eine Filialkirche. Das Gotteshaus diente nach Einführung der Reformation seiner Bestimmung noch etwa 180 Jahre. Über die Veränderungen, die in dieser Zeit an der Kirche vorgenommen wurden, ist näheres nicht bekannt. Im Anfang des 18. Jahrhunderts ward die Kirche baufällig. Im Jahre 1726 wurde sie niedergelegt und ein Kirchenneubau errichtet, der am 28. Oktober dieses Jahres eingeweiht ward. Die Kirche ist in der Folgezeit mehrfach Reparaturen unterzogen worden, deren bedeutendste im Jahre 1860 zur Durchführung kam." 
Im gleichen Text wird auch die Pfarrchronik zitiert, deren Text uns hier nicht im Original vorliegt: "Die am 28. Oktober 1726 wieder aufgerichtete und eingeweihte Kirche zu Rommelhausen ist in diesem Sommer in allen Stücken hergestellt worden, so daß im Innern eine neue Emporbühne über der Eingangsthüre mit neuer Treppe dahin angebracht worden ist, auch der Altar, Taufstein und die Kanzel mit schwarzem Tuch und gelben Franzen geschmückt und alles Holzwerk mit Eichenholzfarbe angestrichen worden ist. Um der Kirche mehr Helligkeit zu geben, sind außer den vorhandenen vier großen Fenstern auf beiden Seiten noch zwei, und zwar das eine über der Eingangsthüre vergrößert und das andere auf der entgegengesetzten Seite am Kirchenvorstandsstuhl ganz neu angelegt worden. Auch das Äußere der Kirche mit Einschluß des Daches ist hergestellt und erneuert worden. Sämtliche Kosten belaufen sich auf 768 fl., welche mit 75 fl. aus der Kirchenkasse und dem übrigen Betrag aus der Gemeindekasse bestritten worden sind." 
Ich gehe davon aus, dass die Jahreszahl der Inschrift korrekt ist.

Der Kirchenraum ist für meinen Eindruck freundlich und angenehm. Roter Sandstein wurde für den Fußboden, den Altar (hier ein Tisch aus Stein) und den Taufstein verwendet. Die kleine Orgel befindet sich auf der Empore über dem Altar. Sie ist zu erreichen über eine Treppe und einen schmalen Gang entlang der einreihigen Sitzbank. 
Besonders erwähnenswert finde ich die Darstellung eines vergoldeten Pelikans mit seinen Jungen auf dem Schalldeckel der Kanzel. Die Selbsthingabe wird als Symbol für Jesus Christus verstanden. Außerdem hat Alexander Wolfram das Fenster hinter dem Altar gestaltet: der Hirte sucht das (verlorene) Schaf.

Zum Sammeln von Spenden für die Kirche wurde uns zum Erntedankfest 2015 ein kleines Modell der Kirche geschenkt. Manfred Altvatter hat es Detail getreu angefertigt.

Es lohnt sich, unsere kleine Kirche einmal anzuschauen.   

(Text: Pfarrerin R. Schubert)